Über mich

In Berlin geboren, in Norddeutschland aufgewachsen, wohne ich seit 1962 in München und bin seit 35 Jahren mit Julia verheiratet. Als Diplom-Psychologe der Münchener Maximiliansuniversität mit zusätzlicher verhaltenstherapeutischer Ausbildung, eröffnete ich 1971 mit einem Kollegen eine psychologische Praxis in München.

Wir gehörten wohl zu den Ersten in Deutschland, die als Verhaltenstherapeuten praktizierten. Als Behavioristen, die sich vor allem auf die Theorien und Experimente der Naturwissenschaftler Skinner und Pavlow über das Erlernen von Verhalten beziehen, war unser therapeutisches Angebot die große Alternative zur klassischen Tiefenpsychologie. Jüngste Ergebnisse der Gehirnforschung und Neurobiologie belegen die Verhaltenstherapien in frappierender Weise. Nur wenn Erkenntnis und Wissen zu emotionalisierenden Erfahrungen führen, bilden sich im Gehirn neue neuronale Verknüpfungen, die Verhaltensänderungen bewirken.

In der Beratung und Unterstützung von Führungskräften frage ich auch heute nicht nach deren „Problemen”, mache keine Persönlichkeitsanalysen und beschäftige mich nicht mit Kindheitserlebnissen. Ich will vielmehr von ihnen wissen, was sie genau wollen und warum sie es noch nicht erreicht  haben, wir sprechen primär darüber, was sie anders machen könnten als bisher. Oder es geht darum, ihr bisheriges Tun in einem neuen gedanklichen Rahmen zu betrachten. Man kann eben nicht ein Problem mit der Denke lösen, durch das es entstanden ist.

Gemeinsam erarbeiten wir, welche Einstellung zum Leben, zu den anderen und zu sich selbst ihnen helfen würde, sich wohl zu fühlen und beruflich wie auch privat erfolgreich zu sein.

Meine Intervention fokussiert sich also nicht auf die oft frustrierende Vergangenheitsbewältigung, sondern auf das beseelte Erreichen von Zielen in jeglichem Bereich. Dafür gilt es, sich die dafür not-wendige Sichtweise auf die Dinge und eine aufgestellte Haltung zu erschaffen.

In meiner psychologischen Arbeit sind mir typische, immer wiederkehrende Reaktionen aufgefallen:

  1. Der Klient wähnt sich Situationen und Personen “ohnmächtig” ausgeliefert.
  2. Da  draußen ist das “Böse”.
  3. Er sucht Schuldige für sein Leid.
  4. Er fühlt sich schwach und als Opfer und wartet klagend auf Besserung.
  5. Das häufige Klagen und sich beschweren über das was ist und war, verstärkt noch diese Opferrolle und seine Ohn-Macht.

Um sich aus diesem bedrohlichen Dilemma zu befreien, ist es not-wendig, Eigen-Macht über Einstellungsänderungen und Überwindungsübungen aufzubauen. Und mit der so erreichten “gehobenen Gestimmtheit“, gelingt vieles wie von selbst, was man vorher angespannt erzwingen wollte.

Für mich hat sich daraus folgerichtig die Philosophie und Praxis des Selbst-Entwicklers® ergeben, die natürlich auch mir hilft und mich immer wieder inspiriert.

Auch habe ich die tiefe Überzeugung, dass die bewusste Selbst-Entwicklung hin zur eigenen Einstellungs- und Verhaltensänderung zu respektvollen und nährenden Beziehungen führt und zum Wohle unserer Gesellschaft beiträgt.

Seit 1995 hat sich der Schwerpunkt meiner Arbeit vom privaten in den beruflichen Bereich verschoben. Aber auch hier “menschelt” es, und es ist letztendlich die Persönlichkeit, die auch im beruflichen Alltag den Unterschied ausmacht.

Die Essenz meiner nun 40jährigen Tätigkeit als Konfliktberater und Begleiter für Veränderung von Lebenskontexten vermittle ich in Vorträgen, Seminaren und Einzelgesprächen.

Jens Corssen